Seniorenrat-Erkrath
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Münster,  März 2019

 

 

Pressemitteilung

 

Quartiere entwickeln und Teilhabe stärken

 

 

Es gibt bereits bescheidene Anfänge, sie zeigen aber schon das Potenzial, das eine gelingende Quartier- Entwicklung in Städten

und Gemeinden in sich birgt:

Neue Strukturen - in analogen und digitalen Räumen - fördern das Engagement von Menschen aller Generationen vor Ort.

" Die Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW)

fordert deshalb seit Jahren, dass auch das Land NRW sich in diesen Prozessen weiter engagiert und sich nicht mit Hinweis auf die kommunale Daseinsvorsorge vollständig aus diesem Bereich zurückzieht", weist die scheidende Vorsitzende der LSV NRW,

Gaby Schnell, in einer Pressemitteilung auf die dringende Notwendigkeit der Quartierentwicklung hin.

Dabei sind es zahlreiche Aspekte, die in einem funktionierenden Quartier vor allem für die älteren Menschen - aber eben nicht allein für sie - die Lebensqualität steigern, die soziale Teilhabe verbessern und so auch gegen Vereinsamung und Erkrankungen wirken können. " Die Gestaltung alten- und demenzfreundlicher Quartiere muss weiterhin unterstützt werden. Dies geschied am besten durch den Einsatz von Quartierskümmerer auch Quartiersmanager genannt, wie wir dies seit 2014 fordern, so Gaby Schnell. Einige praktizieren bereits dieses Angebot und schaffen so die Rahmenbedingungen, damit allen Menschen, unabhängig vom Bildungs- und Einkommensstand, vom Geschlecht und der ethnischen Herkunft, Teilhabe in ihrem engsten Umfeld ermöglicht wird. Denn neue Tätigkeiten der Bürger und Bürgerinnen in Selbstorganisationen in ihren Quartieren bieten die Chance zur MItgestaltung und Mitentscheidung in partnerschaftlicher Zusammenarbeit von freiwillig engagierten Menschen und Hauptamtlichen bei Trägern,

institutionen und kommunalen Verwaltungen.

Die LSV-Vorsitzende: "Obwohl ca. 95 Prozent der älteren Menschen in ihrer Wohnung - zumindest aber in ihrem Quartier -

bleiben wollen, gibt es zu wenig bezahlbaren, altengerechten Wohnraum, ist die fußläufige Versorgung mit den Gütern das täglichen Bedarfes fast aus den Quartieren verschwunden und die Vietel entwickeln sich zu "Schlafstätten, der beruflichen Aktiven ". Damit sterbe auch das Ehrenamt und die Wohnquartiere verlören ihre Lebendigkeit, die eben nur durch Intensivierung der Kommunikation der Bewohner in oder an Treffpunkten, durch gemeinsame Aktivitäten ets. erhalten bleiben könne." Leider ist die finanzielle Unterstützung für "Quartierskümmerer, die dies alles mit initieren und begleiten können, durch kein Landesprogramm mehr unterstützt.", bedauert die Landesseniorenvertretung. " Angebote für die soziale Teilhabe müssen auch finanziell durch das Engagement des Landes und der Kommunen gesichert werden". Aber auch die Pflegekassen sieht die LSV in der Pflicht. " Denn die Angebote der ambulanten Pflege, der häuslichen Unterstützungsdienste, der Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflege müssen in den Quartieren verstärkt werden, um die pflegenden Angehörigen zu entlasten".

Gute Beispiele gebe es bereits, darauf verweist Gaby Schnell ausdrücklich hin. "Damit möglichst viele Bürger und Bürgerinnen in den Genuss von bürgernah und barrierefrei entwickelten Quartieren kommen, müssen Land und Kommunen deren Bedeutung für die Zukunft verstehen und zum Wohle aller Generationen eng kooperieren und zwar zügig".

 

Gaby Schnell

Vorsitzende der Landesseniorenvertretung NRW

 

 

 

 

 

Münster, 13. September 2018

 

 

Pressemitteilung

 

E-Scooter im Linienbus:  Ebenso selbstverständlich wie sicher

 

 

Erst durften sie nicht in den Bus, seit mehr als einem Jahr unter bestimmten Bedingungen, nun aber doch: Die Rede ist von den so genannten E-Scootern. "                                                    Im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention muss alles getan werden, um denjenigen, die auf ein solches Elektromobil angewiesen sind, die Mitfahrt im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu ermöglichen" ,  so fordert die Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW). Als selbstverständlich ist für deren Vprsitzende Gaby Schnell dabei eines allerdings zu beachten:

" Es muss sicher für alle Beteiligten sein ".

 

Damit weder die E-Scooter Fahrer- und Fahrerinnen noch andere Fahrgäste von Linienbussen des ÖPNV durch die bis zu 300 Kilo  (mit Nutzer) schweren Mobile gefährdet werden, regelt ein NRW-Erlass aus dem Frühjahr 2018 nun die Voraussetzungen, unter denen die Gefährte mitgenommen werden dürfen. Wichtige Neuerung dabei: Die Scooter müssen das blauweiße Siegel der Hersteller tragen, dass ihnen die Mitnahmetauglichkeit bestätigt. Außerdem, so der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDK), muss der E-Scooter über eine zusätzliche Feststellbremse verfügen, für die Rückwärtseinfahrt in den Bus geeignet sein und bestimmte Beschleunigungskräfte aushalten.

 

Zweite Voraussetzung für die ungetrübte Mitfahrt ist natürlich die Einrichtung des Linienbusses, der einen ausreichend dimensionierten Rollstuhlplatz mit einem Haltebügel zum Gang hinaufweisen muss, um die sichere Aufstellung des E-Scooters zu gewährleisten. In Köln etwa werden derzeit die Autobusse der Verkehrsbetriebe für die Mitnahme von Elektromobilen umgerüstet und werden anschließend mit einer Plakette signalisieren, so dass sie dem Landeserlass entsprechen und E-Scooter mitnehmen können.

 

"Wieweit die Technik zu einer sicheren Fahrt für alle Busfahrgäste beiträgt, ist die eine Seite der Medaille" weist Gaby Schnell allerdings auch auf die Praxis der Nutzerinnen und Nutzer der Elektromobile hin. "Wir fordern deshalb neben der flächendeckenden Umsetzung des Landeserlasses vor allem Schulungsangebote, wie sie etwa Münster mit der so genannten ´Mobilitätsprüfung´auf dem Stadtwerke-Betriebshof oder an einer Haltestelle anbietet". Auch die Kölner Verkehrsbetriebe haben solche kostenlosen Schulungstermine für berechtigte E-Scooter-Fahrer, die in Theorie und Praxis auf eine sichere Beherrschung der Mitfahrt vorbereiten. " Um behinderten und alten Menschen die Chance auf eine selbstbestimmte Mobilität zu geben, die mehr als den häuslichen Umkreis betrifft, sollten sich überall im Land nun die Verkehrsbetriebe rasch auch um diese Gruppe der Fahrgäste bemühen, resümiert die LSV-Vorsitzende.

 

 

 

Gaby Schnell

Vorsitzende der Landesseniorenvertretung NRW